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Der Pyrenäenberghund

Der Patou, wie er zärtlich seit der Verfilmung genannt wird, hat seinen Ursprung in Südfrankreich. Er ist der größte aller weißen Hirten- und Herdenschutzhunde. Er unterscheidet sich von den anderen Rassen durch seine mehr oder weniger markante Maske und dachsfarbigen Flecken am Rutenansatz und teilweise einigen Flecken am Körper. Am beeindruckendsten aber sind seine melancholisch blickenden Augen, die seine ganze Seele offenbaren.

Seine Tapferkeit zum Schutz der Herden war unübertroffen, er erfüllte seine Pflicht bis zur Selbstaufgabe. Zu seinem Schutz trug er einen mit Stacheln versehenen Halsreifen. Dieser schützte ihn beim Kampf gegen die Bären und Wölfe und ließ ihn siegreich aus den Kämpfen hervorgehen.

Die Eigenart der Pyrenäenberghunde ist infolge der Isolation in den hohen Bergen ihrer Heimat durch alle Zeit hindurch bewahrt geblieben. Eine der besonderen Eigenarten ist diese entschlossene Selbständigkeit, die einem Halter schon sehr viel Geduld abverlangen kann. Man darf als Hund von solcher Imposanz und Größe doch bitte noch einmal nachfragen, ob man sein Vorhaben abbrechen muß, nur um dem Willen seines Herrn Folge zu leisten? - Damit wäre hoffentlich der Begriff der „Pyrenäenberghundgedenkminute“ hinreichend erklärt. Aber gerade dies ist es, was diesen Hund so absolut liebenswert und anders als andere Rassen macht.

 

Im Jahr 1907 wurde der „Pastour Club“ im französischen Cauterets gegründet unter der Präsidentschaft des Baron A. de la Chevreliere. Im gleichen Jahr fand eine Ausstellung statt mit der großartigen Zahl von 53 Pyrenäenberghundrüden in der Offenen Klasse. Im Juli 1907 wurde der erste Standard für den Pyrenäenberghund vom Pastour Club herausgegeben und auf Initiative von M. E. Byasson in Argeles-Gazost der „Club du Chien des Pyrenées“ aus der Taufe gehoben.

Im Jahr 1937 wurde das deutsche Zuchtbuch des Pyrenäenberghundes eröffnet. Der offizielle Rassestandard des Pyrenäenberghundes wurde von der F.C.I. erstmals im Jahr 1955 anerkannt und veröffentlicht.

Der augenblicklich gültige Standard stammt aus dem Jahr 1986 und wurde am 05.03.1998 unter der F.C.I. Nr. 137 als überarbeiteter Standard neu publiziert. Man lehnt sich hier mehr an den Originalstandard der Franzosen an, die den Pyrenäenberghund als eleganteren weißen Riesen lieben und die starken Masken nicht so sehr wünschen, ganz im Gegensatz zu vielen Deutschen, die sie gerade im Welpenalter beeindruckend finden. Außerdem unterscheidet sich der Pyrenäenberghund dadurch deutlich vom Kuvasz. 

  

Der Beginn der deutschen kontrollierten Zucht erfolgte im Jahr 1937 im Zwinger „von Waldenburg“, keinem Geringeren als dem Fürsten von Schönberg-Waldenburg. Während des Zweiten Weltkrieges gab es auch bei dieser Rasse gewaltige Verluste, da man diese Hunde zum Militärdienst mit eingesetzt hatte. Aber dank der Mithilfe einiger von dieser Rasse besessenen Züchter gelang es wieder, diese Rasse so aufzubauen, daß sie heute über eine leistungsstarke Zucht verfügt. Der Pyrenäenberghund erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit, jedoch ist er dankenswerterweise noch kein Modehund geworden. Das wissen seine Liebhaber zu schätzen. In Deutschland werden jährlich ca. 120 Pyrenäenberghunde geboren und gelangen zur Eintragung in das Zuchtbuch. Der Bestand beträgt ca. 1.500 Hunde.

Auch heute noch versieht der Pyrenäenberghund in den Pyrenäen bei den Schäfern seinen Dienst. Dabei kommen sie schon ganz früh im Welpenalter zu den Herden und wachsen mit ihnen auf und beginnen so automatisch sie zu beschützen. Waren es früher Bären und Wölfe, gegen die sie zu kämpfen hatten, so gibt es heute nur noch Wilderer und Viehdiebe, die in die Herden einzudringen versuchen. Der nur schwer zu erkennende Hund zwischen den Schafen macht oftmals nur den Eindruck, als ob er gar nicht da wäre und schläft. Doch der Schein trügt. Es wird auch heute noch keinem Wanderer empfohlen, den Versuch zu unternehmen, eine Schafherde zu durchqueren. Das dürfte ihm nicht guttun. Der Wächter funktioniert perfekt. Wird er dann wirklich böse, dann sieht es aus, als würden die Zähne größer und größer. Ein beeindruckendes Bild. Wenn es um den Schutz der ihm anvertrauten Menschen, Tiere und Dinge geht: Dann kennt er kein Pardon!

Aufgrund ihrer großen Pfoten haben sie im Gebirge auch ein großes Maß an Trittsicherheit. Bei einigen Linien findet man auch heute noch Afterkrallen vor, die fest mit der Pfote verbunden sind und die ihnen noch mehr Standsicherheit in schwierigem Gelände gegeben haben müssen.

Für viele Menschen, die sich für diese Rasse interessieren, sind diese Afterkrallen ein ganz besonderer Anziehungspunkt und von besonderem Interesse. Allgemein liegt die Meinung vor, daß diese nicht nur stören müssen, sondern auch ein erhebliches Verletzungsrisiko in sich bergen. Daß dem nicht so ist, beweist eigentlich die Tatsache, daß ganz selten Unfälle vorkommen, bei denen die Afterkrallen an- oder abgerissen werden. Leider wissen auch viele Tierärzte nicht, daß diese Afterkrallen ein ganz wesentliches Rassemerkmal sind und diese ganz sicher nicht grundlos entfernt werden sollten. Ohne (doppelte!) Afterkrallen muß man keinen Hund auf einer Ausstellung zeigen, auch eine Zuchttauglichkeit ist dann nicht zu erreichen. Das muß man wissen, wenn man mehr mit seinem Hund tun möchte, als ihn nur als „Haus- und Familienhund“ zu halten.

 

Das Erscheinungsbild des Pyrenäenberghundes an sich ist schon gewaltig, und trotzdem träumen die meisten Anbeter dieser Rasse davon, sich einen Rüden zuzulegen, der mit seinen fast 80 cm die Hündinnen noch weit übertrifft. Für viele jedoch ist eine Hündin mit ihren 72 cm groß genug.

Der Pyrenäenberghund ist sehr groß, imposant und mächtig gebaut, jedoch fehlt es ihm niemals an Eleganz. Seine Gangart ist leicht. Das Haar ist ziemlich lang und weich und von weißer Grundfarbe mit ofmals dachsartigen Abzeichen an den Ohren, einige Flecken am Körper sind erlaubt. An der Rute und am Hals ist es länger, so daß er einen richtigen Kragen trägt. Sein Kopf ist nicht zu stark im Vergleich zur Größe mit in Augenhöhe angesetzten dreieckigen Ohren. Die mandelförmigen Augen sind eher klein mit schwarzen straffen und leicht schrägen Lidern. Der Nasenspiegel ist immer schwarz. Der Ausdruck ist wach, intelligent und verträumt. Seine Brust ist lang, breit und gerade. Die Gliedmaßen sind stark befedert, an den Hinterläufen länger und dichter mit jeweils doppelten Afterkrallen. In Ruhigstellung hängt die Rute, in Bewegung wird sie über dem Rücken getragen (er schlägt ein Rad). 

Charakter Der Pyrenäenberghund hat einen einwandfreien Charakter. Er ist ruhig und ausgeglichen, wird jedoch sein Reich und die ihm anvertrauten Personen mit großem Mut verteidigen; darum sollte man es grundsätzlich vermeiden, seine Schärfe zu wecken. Trotz seiner ihm nachgesagten Eigenwilligkeit ist er durchaus erziehbar; er braucht nur eine ebenso liebevolle wie konsequente Erziehung. Er eignet sich absolut nicht zur Schutzhundausbildung (man sollte auch nie den Versuch unternehmen, diese Fähigkeit zu erproben!), eine Begleithundeprüfung ist jedoch möglich und empfehlenswert (und seit neuestem in einigen Landesteilen Vorschrift).

  

Haltung und Pflege: Dem Pyrenäenberghund sollte genügend Bewegungsraum gegeben werden, darum eignet er sich sicherlich nicht für eine kleine Stadtwohnung und keinesfalls für ein Leben im Zwinger. Für ihn ist es am schönsten, wenn er sich seinen Bereich, in dem er sich wohlfühlt, aussuchen darf. Ein Häuschen mit Garten - hübsch hoch und ausbruchsicher eingezäunt - und der Möglichkeit, sich drinnen oder draußen aufzuhalten: Das ist das ideale Umfeld für diese Hunde. Bereits im Haus vorhandene Hunde oder Katzen werden akzeptiert. Allerdings sollte man sich gut überlegen, zu einem erwachsenen Rüden einen Pyrenäenberghundrüden hinzuzugesellen. In nur sehr wenigen Fällen gelingt es sogar, zwei Pyrenäenberghundrüden miteinander in Eintracht zu halten. Die Freude, die man durch den zweiten Hund haben möchte, könnte für alle Beteiligten in Streß ausarten.

Er braucht neben seinem Familienanschluß seinen täglichen ausgiebigen Auslauf und Kontakte zu anderen Artgenossen. In seiner Familie fühlt er sich am wohlsten und ist ein absolut angenehmer Hausgenosse. Jedoch muß man sich darüber im klaren sein, daß das entzückende Knäuel Hund einmal groß wird, sehr groß sogar und daß man gut daran tut, sich nie die Rudelführerrolle aus der Hand nehmen zu lassen.

Aufgrund seines langen Felles ist er relativ witterungsunempfindlich. Das bedeutet aber auch, daß man sicherlich in unseren Breitengraden mit sandigen, nassen Hunden zu kämpfen hat. Das tut der Schönheit des Pyrenäenberghundes ja auch keinen Abbruch. Er steht frühmorgens wieder schneeweiß auf, nachdem der trockene Sand aus seinem Fell herausgerieselt ist und strahlt in seiner alten Pracht. Um die letzten Reste des vergangenen Tages zu beseitigen bedarf es nun nur einer Bürste und Handfeger und Kehrblech. Ansonsten genügt regelmäßiges wöchentliches Bürsten; die Afterkrallen müssen ca. alle 3 Monate gekürzt werden, damit sie nicht einwachsen und auf die Ohrenpflege ist wie bei allen Hängeohren besonderer Wert zu legen. Zur Zahnpflege sollten spezielle Kauknochen gegeben werden oder eine Hundezahncreme benutzt werden, letzteres sollte man jedoch im Welpenalter bereits üben.

Sein Futterbedarf ist mäßig, so benötigt ein ausgewachsener Hund nicht mehr als 650 bis 700 g Trockenfutter täglich in zwei Mahlzeiten gegeben. Nach dem Essen sollte der erwachsene Hund ruhen.

Nach Abschluß des Knochenwachstums mit ca. ein bis eineinhalb Jahren kann er an seiner Größe und Ausdauer angepaßten Aktivitäten der Familie teilnehmen. Der Pyrenäenberghund ist - wie viele andere großwüchsigen Rassen auch - mit ca. 3 bis 3,5 Jahren fertig. Der Kopf hat seine richtige Dimension, der Brustkorb ist genügend ausgebildet und die Bemuskelung ausreichend erfolgt. Dann erst zeigt er sich als richtig als Ihr Traumhund. Die durchschnittliche Lebenserwartung dieser großen Hunde ist relativ hoch und beträgt ca. 10 bis 13 Jahre.

 

Wer sich also für einen solchen „Lebenspartner“ interessiert, der tut gut daran, sich eingehend mit dieser Rasse auseinanderzusetzen. Die gesamte Familie muß diesen Entschluß mittragen. Damit Sie sich nun auch hinreichend informieren können, sollten Sie einen Züchter aufsuchen, der ihnen gerne Zutritt in seinen Zwinger gewährt. Sie sollten alles besichtigen dürfen. Die Hunde müssen frei und ohne Agression auf Sie zukommen. Alle Hunde dort sind lieb. Die Zuchtstätte ist sauber und ordentlich. Die Hunde gepflegt und gut versorgt. Die Welpen am neuen Besuch interessiert und nehmen Sie erst einmal gründlich auseinander. Schnürsenkel werden bekaut, herabhängende Bänder von Jacken zum Tauziehen benutzt. Vergnügt in Hände, Haare und Ohren gebissen, auch die Nase bekommt einen Stüber. - Man muß dem Besuch doch zeigen, daß man sich darüber freut. - Die Elterntiere, wenn beide vorhanden, müssen Ihnen gezeigt werden. Ganz wichtig ist, daß Sie die Möglichkeit haben, sich mit den erwachsenen Tieren zu beschäftigen. Denn die sind das Endprodukt dessen, was da im Welpenauslauf so süß und knuddelig aussieht. Das Welpenalter geht so schnell vorbei. Diese Hunde wachsen stündlich in ihrer Wachstumsphase.

  

Ein Züchter, der Hunde loswerden möchte, gibt Ihnen zuerst einen Welpen in den Arm. Da schmilzt einem das Herz und man möchte ihn nicht wieder loslassen. Solch einen Züchter dürfen Sie getrost wieder unverrichteterdinge verlassen.

Seien Sie nicht böse oder traurig, wenn Sie bei einem Züchter nicht sofort einen Hund mitnehmen dürfen. Der Züchter, der seine möglichen Welpenkäufer noch einmal nach Hause schickt, um den Kauf (für beide Seiten!) noch einmal gründlich zu überschlafen, der handelt verantwortungsbewußt und wird Ihnen auch in Zukunft mit Rat und Tat zur Seite stehen. Vertrauen Sie auf den Rat eines seriösen Züchters, wenn er meint, daß dieser und nicht jener Welpe zu Ihnen paßt. Er hat wochenlang die Welpen beobachtet und kennt den Charakter der Welpen. Was wollen Sie als ruhiger Mensch mit einem über Tische und Bänke gehenden Welpen? Sie würden verrückt. Wenn er Ihnen auch noch so gut von der Optik gefällt. Lassen Sie sich eingehend beraten. Ein guter Züchter hat Zeit für Sie. Machen Sie sich zu Hause schon eine Liste mit Ihren Fragen, damit keine Antwort offenbleibt.

Wenn Sie alle diese Punkte gründlichst beherzigen, dann dürfen Sie sich auf ein Leben mit dem Partner Hund freuen.

Viel Glück.